Nähmaschine – die beste Erfindung nach dem Auto

Auch wenn Nähmaschinen sicherlich schon vor dem Auto entwickelt worden sind (zum Goggeln bin ich jetzt zu faul), sind die doch die allerbeste Erfindung, gleich nach dem Auto. Man braucht etwas Talent und Geschick, wie bei allen Sachen, und schon können wunderbare Dinge entstehen, wie zum Beispiel selbstgemachte Faltrollos aus Stoff.

Eine Nähmaschine ist ein schönes Geschenk, so als Tipp für all diejenigen, die noch unentschlossen sind, was auf den Wunschzettel kommen soll. Anstatt sich also direkt Faltrollos aus Stoff zu kaufen, lieber den Umweg machen und eine Nähmaschine beim Weihnachtsmann oder dem Christkind bestellen.

Wenn noch Kapazitäten da sind, dann gleich den Stoff für Faltrollos dazu wünschen! Es gibt so wunderbare Stoffe im Onlineshop, unglaublich. Ich kann ewig im Internet nach Stoffen suchen. Erst letztens habe ich mir drei Meter Stoff bestellt, auf dem typische Tiere auf dem Bauernhof abgebildet sind. Die Darstellung ist etwas kindlich, aber die Tiere sind so süß und die Farben ganz hinreisend. Ich freue mich schon, wenn ich mich an meine Nähmaschine setzen kann und das schönste Geräusch der Welt erklingt, das ist wie Musik in meinen Ohren.

Leider reicht der Bauernhof Stoff für Faltrollos nicht. Meine kleine Schwester hätte sich sicher sehr gefreut, aber mehr als drei Meter habe ich nicht bestellen können. Nun bekommt sie zu Weihnachten eine kleine Umhängetasche und ein Federmäppchen für die Vorschule vom Weihnachtsmann geschenkt. Und wer weiß, vielleicht bringt mir dieser ja auch ein paar neue Dekostoffe vom Raumtextilienshop.

Wertvolle Lektion für das Sozialverhalten

Von gekauften Sachen halte ich eigentlich gar nichts. Das hat jetzt nichts damit zu tun, dass ich noch ein richtiger Ossi bin. Wir hatten ja damals nichts, beziehungsweise haben bestimmt Dinge nur durch Kontakte bezogen oder aber man hatte etwas zum Tausch angeboten. Tauschgeschäfte waren der Renner. Ich glaube, dass können sich unsere Kinder gar nicht vorstellen. Die gehen einfach in die Stadt und kaufen sich ein Buch oder ein T-Shirt, oder sie gehen nirgendwo mehr hin, sondern bestellen gleich online.

Das Verhalten zerstört meiner Meinung nach völlig die Fantasie. Man braucht sich die jungen Menschen nur mal mit Verstand anzuschauen… und das soll unsere Zukunft sein? Ich sehe da schwarz. Null Bock auf gar nichts, tröge und verblödet – so sehe ich das.

In meiner Hortgruppe, versuche ich einen anderen Weg einzuschlagen. Ich steuere mit den sieben Kindern dagegen und versuche ihnen zu vermitteln, dass man Plastiktüten nicht gleich wegschmeißen muss, zum Beispiel. Ein anderes Beispiel: Unser Speiseraum brauchte dringend neue Gardinen. Da natürlich kein Geld übrig war, habe ich Stoff für Faltrollos gekauft und mit den Kindern gemeinsam vier Rollos hergestellt.

Klar, hat das lange gedauert und ja, sie sehen nicht aus wie in einem Profi-Fachgeschäft gekauft, dafür haben wir nur die Materialkosten ausgeben müssen und die Kinder waren zwei Wochen lang sinnvoll beschäftigt. So einfach kann man mit kleinen Wesen Faltrollos aus Stoff anfertigen!